geboren 1954 in Potsdam
Studium von 1974 bis 1979 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Harald Hakenbeck und Werner Stötzer,
1979 Diplom als Maler und Grafiker, seitdem freiberuflich tätig Mitgliedschaften 1982-90 Verband Bildender Künstler, Potsdam,
1990-92 Gründungsmitglied des Potsdamer Künstlervereins e.V.,
1990-94 Brandenburgischer Verband Bildender Künstler
Arbeitsschwerpunkte Malerei, Zeichnung, keramische Skulpturen und Collagen
Förderungen 1994 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin zum Thema „Euro • Visionen“
Stephan Velten lebt und arbeitet in Potsdam
2016/17 Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei, Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte (G)
2014 Komplex, Personalausstellung Potsdamer Kunstraum 2014
2013 Dauerausstellung Künstler der Sperl Galerie (Große Galerie), Potsdam (G)
2011/2012 im Projektraum, Galerie Tammen und Partner, Berlin (G)
2011 Selbstporträts, Sperl Galerie, Am Nikolaisaal, Potsdam (G)
2010 Galerie Tammen / GAULIN&PARTNER, Berlin
2009/2010 Galerie Tammen / GAULIN&PARTNER, Berlin
2008/2009 Galerie Tammen, Potsdam (G)
2007 Strandungen Galerie und Künstlerhaus Spiekeroog
2007 Blattgold auf Treibsand, 19 Collagen, Potsdamer Kunstverein, Pomonatempel auf dem Pfingstberg, Potsdam
2007 Große Formate Sperl Galerie, Potsdam (G)
2007 Blattgold auf Treibsand 19 Collagen, Potsdamer Kunstverein, Pomonatempel auf dem Pfingstberg, Potsdam 2
2006 Kleine Formate 1-13 Sperl Galerie, 1994-2006, Potsdam (G)
2005 Künstler der Galerie Sperl Galerie, Potsdam (G) Künstler des Landes Brandenburg Stiftung Schloss Neuhardenberg (G)
2003 fenestra Malerei, Sperl Galerie, Potsdam (G) 2004 fifty-fifty Malerei, Sperl Galerie, Potsdam Spannungsmomente Malerei, Ständige Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, Berlin (G)
2002 linear-punktuell Rheinisches Landesmuseum, Künstlerforum Bonn (G) Kreuzbruch Malerei, keramische Skulpturen, Kreuzbruch
2001 topla Die Treibhausgalerie, Installation „Preußisches Ensemble«, Freundschaftsinsel Potsdam (G) Paradeises Malerei, Collagen, Sperl Galerie, Potsdam Ecce Homo Zeitgenössische Kunst in Kirchen der Prignitz (G) Kambium Collagen, Installation, Pavillon auf der Freundschaftsinsel, Potsdam (G)
2000 Strandungen Malerei, Keramik, Beutelkunst, Ticket-Galerie Nikolaisaal Potsdam
1999 Potsdamer Künstler Rheinisches Landesmuseum, Künstlerforum Bonn (G) 1999 Feindbilder Foyerausstellung, Volksbühne Berlin (G)
1998 Weite und Vielfalt Kunst des realistischen Aufbruchs, Ausgewählte Werke der Gemäldesammlung seit 1945, Staatliches Museum, Schwerin (G)
1998 Mixage Malerei und Grafik, Technikzentrum der Sparkasse, Stendal
1998 Anghiari-Spirale Malerei, Anwaltskanzlei Helmehen & Grote, Brandenburg/Havel
1998 Blick zurück nach vorn/Looking backwards torward Galerie Markus Richter, Potsdam (G)
1998 Les Fleurs Du Mal Stephan Velten, The Quality of Objects, Bill Hayward (USA), Galerie Markus Richter, Potsdam
1997 Kunstfelder Berliner und Brandenburger Künstler, InterArt e.V., Brandenburg;Havel, (G)
1997 100 Kunstwerke 2. Kunstausstellung des Landes Brandenburg, Cottbus (G)
1997 Partie 5 Brandenburgische Kunsttage, Deutschland-Großbritannien, Drewen (G)
1997 Farbstrom in Zusammenarbeit mit der Sperl Galerie, MEWAG, Potsdam
1997 Projekt 9 Sperl Galerie, Am Gendarmenmarkt, Berlin (G)
1997 Malerei, Brandenburgische Landesinvestitionsbank, Potsdam
1996 Spirale Malerei und Objekte (mit Andy Kern), Künstlerclub Die Möwe, Berlin
(G) Gemeinschaftsausstellung
1982 bis 1990 Verband Bildender Künstler, Potsdam
1990 bis 1992 Gründungsmitglied des Potsdamer Künstlervereins e.V.
1990 bis 1994 Brandenburgischer Verband Bildender Künstler
2000 bis 2003 topía, Projektwerk e.V. Kunst und Kommunikation
1994 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin zum Thema „Euro.Visionen“ Ausstellungen und Austeilungsbeteiligungen
seit 1979 im Inland sowie in Polen, UdSSR, Ungarn, Belgien, Österreich und Italien Werke in öffentlichen Sammlungen: Staatliches Museum Schwerin, Potsdam-Museum, Deutsche Bank AG Potsdam, Brandenburgische Landesinvestitionsbank Potsdam, Deutsche Post AG Potsdam, MEWAG Potsdam, Ständige Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund Berlin, Landtag Potsdam, Brandenburgische Bürg-schaftsbank Potsdam, Seminaris Hotel Potsdam, Technikzentrum der Sparkasse Stendal, LVA Brandenburg, Frankfurt/Oder sowie in Privatsammlungen in Berlin, Bochum, Bremen, Klagenfurt, Köln, Kopenhagen, Leipzig, London, Lübeck, New York, Paderborn, Paris, Potsdam Stephan Velten lebt und arbeitet in Potsdam
Stephan Velten schöpft aus einer Fülle von Wahrnehmungen und Erinnerungen, die sich in seiner zumeist großformatigen Malerei wieder finden. Wie ein roter Faden durchzieht seine unterschiedlichen Werkphasen die Stellung des Individuums innerhalb der Zivilisation.
Velten ist in erster Linie Maler und nicht Moralist. In der formalen Umsetzung verweist der Künstler auf zwei unterschiedliche Welten: die Bilder der Außenwelt in unserem Kopf und die, die wir nur vor unserem geistigen Auge sehen. Dabei verarbeitet er seine täglichen Erfahrungen und bietet überraschende Unterbrechungen in Gestalt absurder Bildverknüpfungen oder Traumsequenzen an. Riesige Teller, Löffel oder Federn, die das Bild übersäen, erlangen in der Hungry-Serie symbolischen Charakter. In dieser Reihe, die in den letzten zwei Jahren entstanden ist, gibt es ein Grund motiv, das in unterschiedlichen Variationen auf den einzelnen Hungry-Bildern wiederkehrt: riesige, gestrandete Bootskörper, an Leiber erinnernd, davor eine Gruppe schemenhaft dargestellter Menschen, dicht aneinander gedrängt – Einheit verheißend, oder doch eher sich einig seiend: „Hunger nach mehr. Nach Macht, Einfluss oder frischem Fleisch. Innere Kräfte halten sie bei der Stange.
Und es geht um eine elementare Szenerie. Das Ende vom Festland, der Beginn des Meeres oder umge-kehrt..“ * Sprache bringt eine neue Ebene in das Bild.
Das Wort Hungry – es erinnert an die Schablonenschrift auf den Containern der Warenumschlagsplätze oder an Aufdrucke von Care-Paketen – ist gemalt, nicht ge schrieben.
Über die assoziative Bedeutung des Begriffs hinaus wird es dadurch zur eigenständigen malerische Komponente innerhalb des Bildgefüges.
aus „SPANNUNGSMOMENTE“
KÜNSTLERISCHE POSITIONEN IM LAND BRANDENBURG,
Berlin 2004
* Stephan Velten, aus einem Gespräch mit Andy Kern