Details zu "Platz der Stille – 2025"
Details zu "Platz der Stille – 2025"
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Anmerkung des Künstlers
Ein Beil steckt in einem Hackklotz. Die Handlung ist beendet, der Ort bleibt.
Der Hackklotz diente über viele Jahre der Schlachtung von Geflügel. Seine Oberfläche trägt die Spuren dieser Nutzung. Gleichzeitig erscheint das Objekt als Hocker, als Sitzplatz, als einfaches Möbelstück. Es lädt dazu ein, als Ort menschlicher Anwesenheit gelesen zu werden.
Zwischen Gebrauchsgegenstand und Erinnerungsort entsteht ein Spannungsfeld. Was einst der Tötung diente, wird zum Platz des Verweilens.
Das Beil verweist auf eine vergangene Handlung, während der Sitz die Möglichkeit einer gegenwärtigen Begegnung eröffnet.
Platz der Stille verbindet Arbeit, Gewalt, Erinnerung und Alltäglichkeit. Die Installation stellt nicht das Ereignis in den Mittelpunkt, sondern den Ort, an dem es stattgefunden hat. Die Stille wird dabei zum Träger dessen, was nicht mehr sichtbar ist.










