Lebt und arbeitet in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.
Stipendien:
- Stiftung Kunstfonds (NEUSTARTplus)
- Arbeitsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- Aufenthaltsstipendium Atelierhaus „Salzamt“ (Linz, Österreich)
- Stipendium der Hansestadt Rostock
Arbeitsaufenthalte:
- u.a. Schweden, Schottland, Italien
Auswahl
- Sammlung des Landes Mecklenburg und Vorpommern (seit 2026)
- R.C.K. Kunststiftung (seit 2026)
- 2023 Ankauf für Dauerausstellung „ERINNERN“ (Dr. Maya Großmann, Hessen)
- vertreten in weiteren privaten Sammlungen
Wettbewerbe & Realisierungen:
- Fassadengestaltung Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (Wettbewerbssieger)
- Deckengestaltung Aula Mühlenberg-Gymnasium (Bad Schwartau)
- Wandgestaltung Aula Internationale Schule „Ecolea“ (Schwerin).
Auswahl
- 2026 ORTSZEIT (Maurinmühle; Kloster Rehna)
- 2025 Landesweite Kunstschau des BBK MV (DuG und Kunsthalle Rostock)
- 2024 Ortszeiten – künstlerische Interventionen (St. Marien, Wismar)
- Gruppenausstellung (Nakskov, Dänemark)
- 2021–2023 ORTSZEIT II, III & IV / HOPE (Gedser, Dänemark & Rostock)
- Ausstellung der GewinnerInnen „Kunst in Zeiten von Corona“
- 2017–2019 Rotkäppchen 4.0 (Kulturhaus Mestlin)
- Nordwest (Künstlerhaus Schloss Plüschow)
- Wir sind alle illegal II (Schleswig-Holstein-Haus, Schwerin)
- 2015–2016 Credo II & Wir sind alle illegal I (Schönberger Musiksommer)
- Connected in Art (Künstlerhaus Schloss Plüschow)
- 2011–2014 Landeskunstschauen Rügen/Rostock
- Husbesoeg & Sommerudstillingen (Dänemark)
- Installationsbiennale Lichtenstein
- Höhler Biennale (Gera)
- 2010 Junge Kunst (Einzelausstellung, Schleswig-Holstein-Haus & Hypovereinsbank, Schwerin)
- ORTSZEIT (Boltenhagen/Tarnewitz)
Kuration & Gesamtkonzept:
- Projektleitung „ORTSZEIT“ (www.ortszeiten.eu)
Festivals:
- Seit 2008 Kuratorin der Ausstellungen im Rahmen des Schönberger Musiksommers
Rede Kulturpreis
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen,
einen Kulturpreis zu erhalten, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Doch während ich hier oben stehe und diese Auszeichnung entgegennehme, wandern meine Gedanken unwillkürlich an jene Orte, die im Zentrum unserer Arbeit stehen.
Ich denke an Landschaften, die auf den ersten Blick friedlich, fast unschuldig wirken. Weite Blicke über sanfte Hügel bis zum Horizont in Maurinmühle oder die idyllische Ostseeküste am Tarnewitzer Huk.
Doch über diese Idylle ist nur oberflächlich Gras gewachsen. Wenn man genau hinsieht, haben sich die Narben zweier totalitärer Systeme tief in unsere Region eingegraben.
Unser Projekt „ORTSZEIT“ begann an einem Ort, der heute ein Naturschutzgebiet direkt neben einem modernen Yachthafen ist: in Tarnewitz.
Vor 90 Jahren wurde dort mit hohem technischem Aufwand eine künstliche Halbinsel aufgeschüttet – errichtet auch durch die Hände von Zwangsarbeitern.
Es war eine streng geheime Erprobungsstelle für Flugzeug- und Bordwaffen der Nationalsozialisten. Später, zu DDR-Zeiten, wurde das Areal zum abgeriegelten Grenzgebiet, an dem Menschen mit Gewalt daran gehindert wurden, das Land zu verlassen. Dort, an diesem historisch doppelt aufgeladenen Ort, fanden unsere ersten beiden ORTSZEIT-Ausstellungen statt. Wir wollten die verborgenen Spuren aus Metall und Beton wieder sichtbar machen.
Und von dort führte uns der Weg noch tiefer in das dunkelste Kapitel unserer regionalen Geschichte: nach Maurinmühle. Hier stand in den 1940er Jahren eine sogenannte „Ausländerkinder- Pflegestätte“. Ein Ort, an dem die Säuglinge polnischer, ukrainischer und russischer Zwangsarbeiterinnen systematisch und bewusst vernachlässigt und zu Tode „gepflegt“ wurden. Ein Ort, an dem bürokratisch, kalt und vollkommen straffrei gemordet wurde.
Die Künstlerin lernte ich durch Empfehlung von Andreas Westphal kennen, der die Räume der Kunsthalle Klützer Winkel mir erst vermietet und verkauft hat. Sie war auf Suche nach Räumlichkeiten, in denen sie Arbeiten von sich temporär präsentieren kann um sie einer Auswahlkommission des Landes MV zu zeigen, eine oder mehre Arbeiten von ihr erwerben wollten und eine auch erworben haben.
Zu meinen Glück haben sie nicht die Arbeit „WIE WIRD ES GEWESEN SEIN“ ausgewählt, auf die ich mein Augenmerk gerichtet habe. Es ist eine Papier-Arbeit wie eine Skulptur und hat mich ansatzweise an Amsel Kiefer erinnert, den ich sehr schätze. Dadurch konnte ich die Arbeit von der Künstlerin meiner Sammlung hinzufügen.
Portfolio Katalog von Annette Czerny
Zum Blättern bitte auf Abbildung klicken.










